Sozialarbeit
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Warum eigentlich Schulsozialarbeit?

Unsere heutige Gesellschaft stellt Kinder und Jugendliche vor vielschichtige Probleme der Lebensbewältigung. Veränderte Strukturen in den Familien und der Freizeitgestaltung führen oftmals zu Verunsicherung und Isolation. Das System Schule benötigt so auch neue Formen der Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe.

Schulsozialarbeit an der DOS-Lauchheim

Seit Januar 2009 ist Tobias Breuer an der Deutschorden-Schule als Schulsozialarbeiter tätig. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Gewaltprävention und Förderung der Sozialkompetenz in der Grundschule, unterstützt werden aber auch Schulklassen und einzelne Schüler aus Haupt-und Realschule.

Sozialkompetenz in der Grundschule

Bereits in der 2. Klasse beginnen wir an der Deutschorden-Schule mit Gewaltprävention.

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Spielerisch lernen hierbei die Schüler zusammen mit dem Chamäleon "Ferdi" den Umgang mit Gefühlen, daraus entstehenden Konflikten und wie man Streitereien und Ärger vermeiden kann. Jeweils in einer wöchentlichen Schulstunde werden den Schülern neue Aufgaben gestellt die sie nur gemeinsam lösen und bewältigen können.

In der 3. und 4. Klasse ersetzen die sogenannten KLAG-Stunden (Klassengemeinschaftsstunden) dann die "Ferdi-Stunden". Das Thema soziales Miteinander wird vertieft, aber auch individuelle Probleme innerhalb der Klasse werden angesprochen, gemeinsam mit den Lehrern begleitet und aufzulösen versucht.

Gewaltprävention in Haupt- und Realschule

Gewaltprävention ist ein fester Bestandteil im Lehrplan (in Zusammenarbeit mit Polizei und Fachlehrern) und zieht sich durch alle Klassenstufen. Aufbauend und ineinander greifend werden den Schülern die Themen Regeln, Klassenrat, Klassenklima, Mobbing und Konfliktstrategien mit unterschiedlichen Methoden vermittelt. 

Individuelle Hilfen

Konfliktsituationen innerhalb der Klasse müssen auch oftmals nur mit einzelnen Schülern bearbeitet werden. So ist etwa bei Schikanen oder Mobbing eine langfristige individuelle Begleitung und Unterstützung notwendig. Der so genannte No-Blame-Approach (Ansatz ohne Schuldzuweisung) wird gemeinsam mit allen beteiligten Schülern, dem Schulsozialarbeiter und ggf. dem Klassenlehrer durchgeführt.
Gerade bei Mobbing ist es wichtig, einzugreifen und kontinuierlich mit den Betroffenen zu arbeiten, um dauerhafte Ergebnisse zu erzielen.
Ebenso sind Beratung und Begleitung in anderen schwierigen Lebenssituationen, auch außerhalb der Schule, ein Bestandteil der Schulsozialarbeit an der Deutschorden-Schule.

Projekte der Erlebnispädagogik

Abenteuergruppe (4. Klasse): Eine AG mit Inhalten aus der Erlebnispädagogik. Bei Abenteueraktionen wie etwa Baumklettern, Abseilen, Feuer machen, Pfeil und Bogen bauen geht es in erster Linie um das gemeinsame Erlebnis und Stärkung des Selbstvertrauens. Am Schuljahresende kommt es zur großen Schatzsuche rund um Lauchheim und einer Abschlussfeier am Lagerfeuer mit Kindern und Eltern.

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Abenteuergruppe (5. Klasse): Erworbene Fertigkeiten aus der 4. Klasse werden erprobt und vertieft. Das Erlebnis bei Wind und Wetter draußen zu sein und mit einfachen Mitteln ein Lager mitten im Wald einzurichten und zum Abschluss dort auch zu übernachten ist für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis.

Für das Schuljahr 2012/13 ist dann eine Outdoorgruppe für die 6. Klasse geplant. Hier geht es noch stärker um Grenzerfahrungen und das Ausloten der eigenen Fähigkeiten.

Übergreifende Projekte

Das Projekt Mut zur Stärke in Zusammenarbeit mit der Kontaktstelle am Landratsamt ist schon seit vielen Jahren fester Bestandteil in den 3. Klassen.  Schulsozialarbeiter Tobias Breuer  und eine weitere Dozentin führen das Projekt an der Deutschorden-Schule durch.

Mit Elementen aus der Theaterpädagogik werden die Kinder spielerisch u.a. auch über das Thema „sexueller Missbrauch” aufgeklärt.

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Tobias Breuer

Eine Percussion-AG für die Klassen 4 und 5 wird ebenfalls von Herrn Breuer geleitet.

Und schließlich sind Pausenraum und Schulhof, deren Gestaltung und Verbesserung unter Mithilfe der Schüler (etwa bei der täglichen Pausenraum- und Hofreinigung) ein dauerhaftes Arbeitsgebiet der Schulsozialarbeit.

Ziel bei allen Projekten und Aktivitäten ist dabei immer, die Entwicklung des Schulklimas und der Schulatmosphäre positiv zu gestalten, so dass Schüler, Lehrer und auch Eltern davon profitieren können.

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