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Jugend forscht 2010

Viele Preise beim renommierten Wettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren”

Die Deutschorden-Schule konnte dieses Jahr die Tradition der Teilnahme beim Wettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ sehr erfolgreich fortsetzen. 19 Jugendliche arbeiteten seit Schuljahresbeginn mit ihren Betreuern mit viel Engagement und Fleiß an den acht Arbeiten. Diese sind in fünf verschiedenen Arbeitsbereichen angesiedelt. Der Bogen spannt sich von der Biologie über Physik und Chemie zu Technik und Arbeitswelt.

„Entdecke neue Welten” – so das Motto des Wettbewerbs 2010. Dies galt nicht nur für die Forschungen, sondern auch für den Veranstaltungsort. Die Wettbewerbsleitung Baden-Württemberg hat die Deutschorden-Schule aus Kapazitätsgründen nicht der Region Ostwürttemberg, sondern  Franken-Hohenlohe zugeteilt. Vom 25. – 27. Februar 2010 fand der Regionalwettbewerb an der RW-Hochschule in Künzelsau statt.

Der diesjährige Erfolg der Deutschorden-Schule kann sich sehen lassen: Wie bereits in den vergangenen Jahren gelang es einer Gruppe, den Regionalsieg zu erlangen. Die beiden Jungforscher Timo Mettmann und Lukas Mohr dürfen ihre Arbeit „Streusalz – haben wir eine Alternative?” aus dem Arbeitsbereich Chemie nach Ostern beim Landeswettbewerb in Balingen vorstellen.

Aber auch in weiteren Bereichen konnten fünf zweite Preise eingeheimst werden.

Dies alles führte dazu, dass die Deutschorden-Schule sich ganz knapp hinter dem Landesgymnasium für Hochbegabte an zweiter Stelle für den Schulpreis platzierte. Umso beachtlicher ist dies, wenn man sich das große Teilnehmerfeld betrachtet: bei den 69 Gruppen sind Gymnasien und berufliche Schulen deutlich in der Überzahl, nur wenige Realschulen nahmen teil. Diese Leistung war möglich, da außer den Betreuern Rolf Bich und Andrea Kautz auch die Schulgemeinschaft hinter den Teilnehmern stand und sie vielfältig unterstützte.

Lauchheims Schule kommt der Aufforderung der Wirtschaft nach, junge Menschen für die naturwissenschaftlich-technischen Berufe zu begeistern. Die Teilnehmer von „Jugend forscht – Schüler experimentieren“  erarbeiten sich Inhalte für ihre Projekte, die teilweise weit über die regulären Unterrichtsinhalte hinausgehen. Hierzu sind Ausdauer, Fleiß und eine wissenschaftliche Grundhaltung nötig. Unterstützt durch die betreuenden Lehrer arbeiten sie zielstrebig auf Lösungsansätze für ihre wissenschaftliche Arbeit hin. Dass hierfür die zwei AG-Stunden am Freitag Nachmittag nicht ausreichen, war allen Beteiligten klar. Deshalb wurde auch in den Herbst-, Weihnachts- und Faschingsferien sowie an vielen Wochenenden geforscht und gearbeitet. Rückschläge mussten verkraftet, überraschende Erkenntnisse eingearbeitet und Kontakt mit verschiedenen Firmen und Hochschulen hergestellt werden. Kreative Lösungen für Probleme wurden gefunden. Bereits im Januar musste eine Dokumentation abgegeben werden, aufgrund derer sich die Jury einen ersten Eindruck verschaffte. Danach aber wurde einiges nochmals überarbeitet,  die Präsentationen und die Standgestaltung vorbereitet.

Was die jungen Damen und Herren genau geforscht haben, das erklären sie persönlich am „Tag der offenen Tür“ kommenden Samstag, 13. März 2010 an der Deutschorden-Schule. Kommen Sie vorbei und spüren Sie den Forschergeist!

Die Beiträge 2010

Fachgebiet Arbeitswelt: Aktiver Lernbaukasten

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Julian Lutz, Fabian Göttle

Wir möchten gerne einen Baukasten entwickeln, der das teilweise langweilige und stupide Lernen für Kinder und Jugendliche interessanter macht. Auch die mittlerweile so bedeutsamen alternativen Energien sollen bei unserer Arbeit Beachtung finden.  Deshalb dachten wir an ein Auto,  das mit  alternativer Energie fährt. In unsere Überlegungen zogen wir als Energiequellen Solarstrom, Peltier und Brennstoffzelle mit ein. Vor allem wollten wir den Experimentierkasten alltagsnah gestalten.  Zur Visualisierung nutzen wir ein Modellauto, das wir an unsere Bedürfnisse angepasst haben. Als Antrieb für das Auto dient uns ein Hochstrommotor, der aber nicht von unseren alternativen Energien genutzt werden kann. Deshalb haben wir einen sehr effizienten Glockenankergetriebemotor in das Chassis integriert. Nach mehreren Versuchsreihen mit dem Peltier-Element haben wir sehr gute Ergebnisse erhalten und darauf basierend eine Neuanordnung der Komponenten vorgenommen. Sehr wichtig bei solch einem Baukasten ist natürlich eine ausführliche Experimentieranleitung, damit der Lerneffekt gegeben ist. Diese sollte für Anwender oder Anwenderin verständlich und lehrreich sein. Als passenden Namen wählten wir „Komm in Fahrt - entdecke alternative Energien, die ein Modelauto antreiben”. Mit diesem Titel soll zum Ausdruck kommen, dass sowohl der Experimentator / die Experimentatorin als auch das Modell samt seines Energieerzeugungssystemes ständig in Bewegung ist.

 

Fachgebiet Physik: Batterien in der Taschenlampe, ist das vernünftig?

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Fabian Joas, Teo Borst, Adrian Poschwitz

Die meisten Taschenlampen funktionieren mit Batterien. Diese enthalten teilweise bedenkliche Substanzen, die besonders für kleine Kinder schädlich sein können, hauptsächlich wenn die Batterie ausgelaufen ist. Deshalb wollen wir eine Taschenlampe mit ungefährlichen Energielieferanten betreiben.

Hierzu müssen wir verschiedene Teilprobleme lösen:

  • die passende Kombination der Metalle, die die Funktion der Elektroden übernehmen,
  • die passende Frucht finden, die die Funktion des Elektrolyt übernehmen kann und eine Spannung von mind. 1,5V liefert
  • die Stromstärke anzupassen durch die Parallelschaltung von mehreren Elektrolytlösungen
  • die optimale Diode zu finden für die erzeugte Spannung und Stromstärke
  • ein Gehäuse für die Batterie, die genügend Kammern besitzt
  • eine sinnvolle Möglichkeit des Anbringens der Schaltung und
  • die Erhöhung der Einsatzfähigkeit durch eine Verspiegelung.
  • Wir nehmen die Metallkombination Kupfer und Magnesium. Als Elektrolyt eignet sich die Mandarine. Da die Stromstärke zu gering war, müssen wir mehrere Zellen in einer Parallelschaltung zusammenschließen. Uns standen verschiedene Dioden zur Verfügung. Wir entschieden uns für eine transparente LED. Wir haben eine Box genommen, die viele kleine Fächer hat. Den Deckel kann man gut befestigen, dass nichts herauslaufen kann. Die Überläufe haben wir mit Heißkleber erhöht, so dass die Kammern von einander getrennt sind. Wir befestigen die Kabel an einer Holzplatte auf dem Boxendeckel  und verbinden diese mit der LED. Um ein besseres Ergebnis zu erzielen, bündeln wir das ausgesandte Licht mit einer Verspiegelung.

 

Fachgebiet Arbeitswelt: System zur Erhöhung der Sicherheit im Umgang mit Maschinen und Geräten

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Matthias Jandl, Fabian Dietenmeier

Zunächst hatten wir ein völlig anderes Thema im Kopf. Es sollte älteren Leuten dabei helfen, im Haus verlegte Gegenstände wieder zu finden. Wir überlegten uns an einen Schlüsselbund einen Infrarotsender und Infrarotempfänger anzubringen. Dann sollte an der Zimmerdecke eines jeden Zimmers eine so genannte Sende- und Empfängerbasis installiert werden. Diese kleinen Stationen wären dann per Kabel mit einem zentralen Schaltkasten verbunden. Die 3 gefundenen elektronischen Schaltungen bauten wir nach, doch wir hatten leider keinen Erfolg damit. Jedes Mal wenn ein Effekt festzustellen war, reichte die Entfernung nicht aus. Die Infrarotverbindung zwischen verlegtem Schlüssel und Deckenstation konnten wir mit diesen Schaltungen nicht herstellen.

Bei unseren Experimenten mit den Empfängerschaltungen verwendeten wir 2 mal eine Fotodiode und beim dritten Experiment einen Fototransistor als Empfänger.

Wir kamen auf die Idee, parallel zur Anzeigediode einen weiteren Transistor anzuschließen. Über einen Schalter und einen Basisvorwiderstand schlossen wir einen BD 137 und eine Glühlampe an. Beim Ausprobieren zeigte sich zu unserem Erstaunen ein interessanter Effekt. Wenn der Schalter geschlossen war, konnte man mit einem IR-Sender, den man auf den Fototransistor richtete, trotzdem die Schaltung nicht in Betrieb nehmen. Das bedeutet, der Schalter muss zunächst auf „Aus“ sein und dann lässt sich mit Hilfe des IR-Senders und anschließendem Betätigen des Schalters die Schaltung aktivieren.

Unser neues Projekt war geboren:

Als wir unser Projekt „Sicherheit“ dann richtig starten wollten, funktionierte die Schaltung nicht mehr. Wir wollten weitermachen an diesem Thema und suchten eine Lösungsmöglichkeit. Wir entdeckten in einem Technikbuch eine Alarmschaltung mit Speicherfunktion, d.h., wenn der Alarm erst einmal ausgelöst war, konnte man das Alarmsignal (eine leuchtende LED) durch Reparieren des Reißdrahtes nicht mehr stoppen. Diese Schaltung bauten wir im Laufe unserer Versuche um. Der Schalter zum Scharfstellen der Anlage wurde ersetzt durch einen IR-Empfänger (Fototransistor). Der Reißdraht war nun ein Mikrotaster befestigt an einer Schutztür. War die Schutztür erst einmal geöffnet, konnte ein Arbeiter nach der Reparatur an der Maschine diese nicht mehr einschalten. Es musste zur Sicherheit, eine Überprüfung durch einen zuständigen Fachmann gemacht werden. Dieser konnte mit seinem „IR-Schlüssel“ (IR-Sendediode) die Maschine wieder startklar machen.

Das ganze Sicherheitssystem wurde an einem Brett, welches vor die jeweilige Maschine montiert wurde, befestigt. Die Schaltung bauten wir in eine gefräste Aussparung eines Kunststoffklotzes ein. Unsere Schaltung hatte ja bisher nur einen Leistungstransistor BD 137, welcher eine Lampe zum Leuchten brachte. Es musste also noch ein Relais eingebaut werden, so dass dann in einem Extrastromkreis (Arbeitsstromkreis) die Maschine angeschlossen war.

 

Fachgebiet Technik: Eine Solarstation für Boote als Ersatz für fossile Treibstoffe

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Lukas Liesch, Stefan Fischer, Simon Thamasett

Da Motorboote mit Verbrennungsmotoren unsere Umwelt ziemlich schädigen, haben wir uns überlegt, ob man sie durch Elektroboote ersetzen könnte. Für die Boote müsste man dann noch Ladestationen auf dem Gewässer errichten, so dass sie jederzeit umweltfreundliche Energie von der Sonne „nachtanken” können.
Bei unserem Projekt wollten wir in einem Modell zeigen, dass es möglich ist mit Solarenergie anstelle von fossilen Brennstoffen zu fahren.
Nach einigen Schwimmtests mit Styrodurbooten und provisorisch eingebauten Antrieben fanden wir eine gute Möglichkeit ein kleines Modellboot zum Fahren zu bringen. Als Antrieb diente uns ein Solarmotor, der liegend im Boot eingebaut wurde. Dabei mussten einige Probleme gelöst werden. Eine möglichst genau passende Halterung für den Motor haben wir ausgefräst. Ein anderes Problem war, das Stevenrohr mit Welle im Styrodur zu befestigen. Mit einem Kunststoffteil und einem besonderen Kleber ist es uns gelungen . Gegen die Kippgefahr haben wir zu einem späteren Zeitpunkt noch einen Kiel anbringen müssen, weil die Gold-Caps relativ groß waren und ziemlich hoch aus dem Boot herausragten.
Erst nachdem wir etliche Experimente mit vorhanden Solarzellen gemacht hatten, konnten wir entscheiden, wie viele Solarzellen wir für unseren Solarmotor nötig waren. Bei den Motortests stellten wir fest, wie hoch die Spannung mindestens sein musste, damit sich der Motor entsprechend schnell dreht. Die Speicherung der Solarenergie geschieht mit Hilfe von besonderen Kondensatoren (Gold-Caps). Die ausgewählten Gold-Caps konnten mit 3V Spannung aufgeladen werden. Unsere Solarstation bauten wir deshalb mit 6 Solarzellen von der Größe 100×100. Nach dieser Arbeit folgten erste Messungen mit dem eigenen Solarmodul und den 4 Gold-Caps.
Weil unser Solarmotor bis 12 V betrieben werden darf, entschlossen wir uns die Gold-Caps auch in einer Reihenschaltung zu betreiben, so dass wir ein relativ schnell fahrendes Boot haben. Damit man auch langsam fahren konnte und der Umbau nicht zu kompliziert war, stellten wir je eine Steckdose für eine Reihenschaltung und für eine Parallelschaltung her.
Eine dritte Steckdose wurde fest an der Ladestation angeklebt.
Die Solarstation selber bekam schwere Metallstandbeine, die höhenverstellbar sind. Das Solarmodul soll mit Hilfe einer Drehscheibe in einem Winkelbereich von 240° drehen können. Die Plattform, die Drehscheibe und die Halterung für das Solarmodul wurden aus Kunststoff hergestellt.
Nach der Fertigstellung folgten einige Messungen, die uns zeigten, wie lange und wie schnell unser Boot fahren könnte. Diese Messungen führten wir in einer Plastikbox, in einem Waschbecken und einem Brühtrog durch.

 

Fachbereich Arbeitswelt: Rundenzähler - kann man beim Sport das Zählen der Runden vereinfachen?

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Sebastian Beck, Eric Schönherr, Christoph Sachs

Im Sportunterricht kommt es immer wieder zu Diskussionen, wie viele Runden man in der Halle oder auf der Bahn gelaufen ist. Deshalb haben wir uns als Ziel gesetzt, einen Rundenzähler zu bauen. Hierbei passiert jeder Läufer eine Lichtschranke, bei der ein Zählimpuls ausgelöst wird. Am Anfang testeten wir, welche Entfernung zwischen der Lichtschranke sein darf. Dafür nahmen wir einen Stativstab, an dem wir zwei Muffen befestigten. So kann man den Sender und Empfänger auf der selben Höhe verschieben. Für die Messanlage entwarfen wir eine Gabel, in der die Lichtschranke eingebaut wurde. Die Gabel frästen wir mit einer selbst gezeichneten Kosyzeichnung. Danach setzten wir die Dioden in die einzelnen Arme für die Gabellichtschranke und klebten beide auf eine anderen Art Arm, den wir waagrecht montierten.

Da wir nur einen Abstand von ca. 14cm haben und die Dioden genau gegenüber sein müssen, dachten wir uns, dass wir hierfür eine Verstärkerschaltung aus einem Baukasten (Leybold) der Physiksammlung nehmen könnten.

Die gelaufenen Runden werden mit einem Interface von Fischertechnik gezählt und am Monitor sichtbar gemacht.

 

Fachgebiet Biologie: Stabschrecken

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Alexandra Bühner, Lena Rückle

Viele kennen die Welt der wirbellosen Tiere nicht, daher ist ihnen auch nicht bekannt wie faszinierend diese sind. Der Grund hierfür könnte sein, dass diese Lebewesen so klein sind. Wir sahen in der Schule diese Tiere und waren von ihrem Aussehen und ihrer interessanten Lebensweise begeistert. So sind wir auf Jugend forscht gestoßen und  kamen nach langen Überlegungen auf die Sinnesorgane dieser Tiere.

Als Erstes informierten wir uns über diese Insektenart. Dabei war verschiedene Fachliteratur sehr hilfreich. Mithilfe von Versuchen wollten wir Aussagen überprüfen und gegebenenfalls zu neuen Erkenntnissen gelangen. Wir haben ein provisorisches Terrarium aufgebaut und darin auf Plakaten Mehl ausgestreut. Die Papiere haben wir verwendet, damit der Boden nicht zu sehr verschmutzt wird. Danach haben wir jeweils diagonal eine Schale mit Efeu und eine mit Brombeerblättern aufgestellt. Die Blätter wurden von uns in ihrer Form verändert, damit wir herausfinden konnten, ob die Tiere sich bei der Futtersuche an der Form orientieren. Wir konnten feststellen, wie bewegungsfreudig diese Tiere sind, wie sie ihr Futter wahrnehmen und finden. Für uns stand natürlich immer das Wohl der Tiere im Vordergrund. Unsere Versuchsergebnisse waren, dass die Stabschrecken nur zu den Efeupflanzen gegangen sind und nicht, wie wir vermutet hatten zu den Brombeerblättern.

Sehr viele Bilder haben wir mit einer USB-Mikroskopkamera gemacht.

Zur Artenbestimmung der Stabschrecken und zum Wiegen ihre Eier sind wir in eine Apotheke gegangen. Diese stand uns hilfreich zur Seite, dadurch konnten wir unsere Stabschrecken als Annam-Stabschecken identifizieren.

 

Fachgebiet Chemie: Streusalz – haben wir eine Alternative?

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Timo Mettmann, Lukas Mohr

Unser Ziel war es ein Ersatzsalz zu finden, dass umweltfreundlicher ist als das normale Streusalz und trotzdem eine schnelle und gute Wirkung beim Schmelzen hat. Wir suchten im Internet und in den Chemikalienschränken nach passenden Salzen, die dass normale Streusalz ersetzen könnten. Wir untersuchten als erstes wie Salzkristalle aufgebaut sind und was passiert, wenn Salze mit Wasser in Verbindung kommen. Nun erstellten wir Salzlösungen mit teilweise unterschiedlichen Konzentrationen, die wir in Petrischalen gegossen haben. Nun stellten wir die Petrischalen in einen Gefrierschrank. In verschiedenen Zeitabschnitten schauten wir, ob eine der Salzlösungen sich verändert hat. Aber da einige der Ergebnisse ziemlich unlogisch waren, versuchten wir das Problem zu beheben, indem wir einen neuen Versuch starteten, bei dem wir messsystematische Fehler vermieden. Wir füllten die Salzlösungen nun in Schnappdeckelgläser und stellten sie in dafür geeignetes Styroporhalterung,  um eine regelmäßige Temperaturverteilung über die Luft zu erhalten.Die Ergebnisse, die wir erzielten, erschienen uns logischer als die des ersten Versuches.

Um den Wert des Natriumchlorids (-20°C) zu erreichen, eignen sich besonders:

Ammoniumhydrogencarbonat, Calciumchlorid, Kaliumcarbonat, Kaliumchlorid, Mangan(II)-chlorid, Natriumnitrat, Natriumtetraborat und Ethanol.

Im Versuch  mit unser Schneegefüllten Schalen bis – 5°C kamen folgende drei Chemikalien in Frage: Calciumchlorid, Kaliumchlorid , Ethanol

Da bei uns das Wetter oft nur wenige Grad unter 0°C ist, sind diese für den Streudienst eine Alternative.

Als Umweltgründen eignet sich bei Temperatur um den Gefrierpunkt laut Sicherheitsdatenblättern  Calciumchlorid.

Seine tödliche Wirkung ist im Vergleich zu Natriumchlorid um etwa ein Viertel der Dosis höher. So erscheint es uns als akzeptable.

Um zu testen, wie das Gras am Straßenrand auf die Salzlösungen reagiert, besorgten wir uns einen Rollrasen und pflegten ihn sorgfältig. Nach ein paar Wochen gießen und düngen, schnitten wir den Rollrasen in kleine Rechtecke. Dann hoben wir den Rasen mit einem Brett in kleine Plastikschalen, die wir zuvor mit den Salznamen beschrifteten. Als nächstes begossen wir den Rasen mit den jeweiligen Salzlösungen, die wir vorher gemischt hatten. In den nächsten paar Wochen gossen wir den Rasen jeden Tag mit den Lösungen und dokumentieren die Ergebnisse fotografisch. Als Sieger ging Kaliumchlorid hervor!

 

Fachgebiet Arbeitswelt: Weitenmessung im Schulsport

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Lukas Steiner, Dennis Bühl

Wir haben uns entschieden, dass wir ein Weitsprungmessgerät herstellen, denn wir fanden das Messen mit dem Maßband beim Weitsprung zu zeitaufwändig, zu ungenau und damit ungerecht.

Unser Weitsprungmessgerät  besteht aus einem handelsüblichem Ultraschall-Entfernungsmessgerät, einer Schiene, einem Wagen und einem Receiver mit passender Halterung. Das Equipment wird in einem Koffer verstaut, damit es transportabel ist. Der Koffer ist dabei eine Eigenanfertigung aus Holz.

Das Messgerät wird auf dem Wagen, welcher auf der Schiene läuft, befestigt.

Die Halterung für den Receiver besteht aus einer Spitze, die in die Sandgrube gesteckt wird und einem Stab zum Festhalten.

Die Schiene wird am Ende der Sandgrube aufgestellt, somit muss zur Bestimmung der Weite noch eine kleine Rechnung  durchgeführt werden.

Eigentlich wollten wir, dass die Datenübertragung von Messgerät zum Laptop mithilfe einer Webcam erfolgt. Wir wollten eine Webcam auf das Display des Messgerätes richten und anschließend das Webcambild durch ein Programm im Computer auswerten.

Dieses Webcambild wollten wir durch ein Programm in eine Zahl umwandeln, solch ein Programm haben wir jedoch leider nicht gefunden.

Dies wäre noch eine Verbesserungsmöglichkeit des Projekts.

Eine andere Möglichkeit wäre, ein Messgerät mit einer Computerschnittstelle zu kaufen, welches aber sehr teuer ist. Unser Ziel ist es, die Messdaten sofort in eine Tabelle im Computer einzutragen.

Wettbewerb 2008 - Ein Bericht

In der Jugend forscht Wettbewerbsrunde 2007/2008 nahmen von unserer Schule insgesamt 13 Schüler teil, die sich bis zum 30. November anmelden mussten. In den ersten Wochen des Schuljahrs legten folgende Gruppen ihre Themen fest:

  • 1. Andreas Thurner, Felix Borst und Hans-Ludwig Surek entschieden sich für den Bereich Technik und wählten das Thema: Rotorenformen und ihre Eigenschaften im Vergleich.
  • 2. Rebecca Jansche und Alexander Groß entschieden sich im Bereich Physik für das Thema: Welche Auswirkungen haben Gegenstände im Wasser auf die Strömung des Wassers?
  • 3. Julian Lutz, Christian Redlinger und Julian Hubert wählten den Themen bereich Technik und das Thema: Weitenmessung
  • 4. Joshua Fahr, Florian Füchsle und Daniel Maier entwickelten im Bereich Technik einen Steigungsmesser
  • 5. Rene Manz und Simon Bandel Bauten im Bereich Arbeitswelt ein Fahrradbremslicht.
  • Nach der Anmeldung zum Regionalwettbewerb begann die eigentliche Herauforderung nämlich Schule und Experimentieren und Probieren unter einen Hut zu bekommen.

Manchmal gelang es nicht an unseren festen Terminen Mittwoch und Freitag richtig gut voranzukommen. Also mussten neue Termine gefunden werden, damit wir den Abgabetermin für die schriftliche Arbeit (13.Januar 2008) einhalten konnten. Manchmal wurde es etwas später, so mussten wir uns mit Döner und Pizza versorgen. Danach ließ es sich wieder mit neuer Energie weiterarbeiten.

Nach der Abgabe der schriftlichen Arbeit mussten wir noch einen Zahn zulegen und in vielen Stunden unsere Geräte fertig stellen und die notwendigen Messungen vornehmen. Diese Zeit wurde immer knapper und der Präsentationstermin am 15./16.Februar bei der Patenfirma Carl Zeiss rückte immer näher.

Alle fünf Gruppen schafften es gerade noch rechtzeitig ihre Projekte fertig zu bekommen. Dann endlich war es soweit beim 11. Regionalwettbewerb starteten insgesamt 56 Gruppen aus der Region mit zusammen 117 Teilnehmern. Die Teilnehmer teilten sich auf in 30 Mädchen und 87 Jungen. Die jüngsten Teilnehmer waren erst 9 Jahre alt. In diesem Jahr waren die „Physiker“ mit 14 eingereichten Arbeiten Spitzenreiter, dicht gefolgt von den Fachgebieten Arbeitswelt und Technik mit jeweils 13 Arbeiten.

2 Tage bei Carl Zeiss:

Der erste Wettbewerbstag begann um 7.00Uhr mit dem Aufbau und Gestalten der Stände.

Wir waren vor der Jurierung doch etwas aufgeregt, was sich aber bald legte nachdem man die ersten Sätze mit den Jury-Mitgliedern gewechselt hatte. Am Nachmittag folgte noch „Comedy and Fun“ mit den „Drei Nasen“, was den meisten von uns gut gefallen hat.

Während des Abendessens wurden die Gewinner in den einzelnen Fachgebieten bekannt gegeben. Jubel brach aus als zwei unserer Gruppen aufgerufen wurden.

Regionalsieger im Arbeitsgebiet Arbeitswelt wurden  und   mit ihrem Fahrradbremslicht und im Arbeitsgebiet Technik ,  und  mit ihrem Steigungsmesser.

Gesteigert wurde die Freude am nächsten Tag, als unsere Schule den 2. Carl Zeiss Schulpreis mit 1500 € erhielt, auch unser Rektor Herr Preissler freute sich riesig mit uns.

Für uns  hieß es dann weiter zu forschen, weiter zu experimentieren und unsere Projekte noch etwas zu verbessern. Unser nächster Termin war der 12. bis 14. März beim Landeswettbewerb. Alle schriftlichen Arbeiten mussten noch einmal in 5-facher Ausfertigung zum Landeswettbewerb nach Schwäbisch Hall zur Fa. Würth geschickt werden.

3 Tage bei der Fa. Würth:

Die Firma Würth war in diesem Jahr die Patenfirma der Landesausscheidung.

In Technik mussten wir gegen 7 Konkurrenten und in Arbeitswelt gegen 4 weitere Konkurrenten antreten.

Der Landeswettbewerb war super organisiert und wir fühlten uns sehr wohl.

Die Jury legte genaue Zeiten fest, zu denen sie unseren Stand besuchen wollte, unsere Aufregung war deshalb weniger groß. Da es weniger Teilnehmer waren hatten die einzelnen Gruppen viel Platz für ihren Stand. Die Patenfirma Würth hat uns einen schönes Unterhaltungsprogramm geboten z.B. waren wir im Puppentheater „Der gestiefelte Kater“. Abends beim Essen im Gasthaus „Altes Sudhaus“ war dann die Spannung nicht mehr zu steigern. Am Donnerstag Abend stand es dann fest: Rene und Simon waren  in Arbeitswelt und Joshua, Florian und Daniel belegten den  in Technik. Am 3. Wettbewerbstag am Freitag 14.3.2008 war dann der Tag der Öffentlichkeit mit der Wettbewerbsfeier in der Flugzeughalle der Fa. Adolf Würth Airport.

Damit war nun unser Jugend forscht Projekt 2007/2008 endgültig zu Ende und wir waren froh teilgenommen zu haben.

René Manz und Julian Lutz

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Wettbewerb 2007 - Ein Bericht

Wir, das heißt Hans, Felix und Georg nahmen bei Jugend forscht, in der Sparte „Schüler experimentieren” im Bereich Technik am Regionalwettbewerb teil. In unserer Arbeit beschäftigten wir uns mit dem Bau zweier Fahrzeuge und dem Vergleich der jeweiligen Antriebe. Das erste Fahrzeug wurde von einer Mausefalle angetrieben, hier wurde die Spannkraft der Mausefalle auf einer Welle, die auf der Hinterachse des Fahrzeuges befestigt war, übertragen. Das zweite Fahrzeug wurde von einem Solarmotor angetrieben, der seine Energie von einem Kondensator erhielt, der wiederum von einer Solarplatine geladen wurde. Wir arbeiteten ein halbes Jahr daran, am Anfang einmal pro Woche, am Schluss manchmal dreimal. Einmal sogar bis 2 Uhr morgens, danach waren wir vielleicht müde, hundemüde sogar!

Als dann endlich der große Tag kam und wir bei der Firma Zeiss unseren Stand aufgestellt hatten und auf die Juroren warteten, war die Angst groß, doch dann, als sie unsere Arbeit betrachteten, vergingen die 25 Minuten Präsentationszeit wie im Flug. Am Abend wurden beim Essen die Gewinner vorgestellt und entgegen allen Erwartungen gehörten wir auch dazu. Natürlich schmeckte jetzt das Essen entschieden besser und die nachfolgende große Lasershow gefiel uns doppelt gut. Am nächsten Morgen kamen dann die Besucher und bei der Preisverleihung erfuhren wir, dass wir uns für den Landeswettbewerb in Böblingen qualifiziert hatten, also für das Finale.

Nach dem gewonnenen Regionalwettbewerb ging´s zur weiteren Ausscheidung nach Böblingen zur Firma Agilent Technologies, wo wir uns erst einmal auf dem riesigen Gelände verliefen bis uns unser Betreuer und Physiklehrer Herr Bich fand und mit uns zu dem entsprechenden Gebäude ging. Dort stellten wir wiederum unseren Stand auf und genossen danach das köstliche Essen des Büffets. Als weitere Highlights gab es die Möglichkeit Bowling zu spielen, ein recht annehmbares Abendessen und eine fidele Nacht in der Jugendherberge, in der die Erholung etwas kürzer als gewohnt ausfiel.

Am nächsten Morgen besuchten wir das Mercedes Benz Museum, in dem man die g Kräfte in einem Formel 1 Auto an einem Simulator testen konnte, 5 g sind halt ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Man konnte zudem das erste Automobil sehen, Mika Häkkinens Boliden bewundern und sogar einen 500 000 Euro teuren SLR Mc Laren mit 612 PS anfassen. Am Abend wurden endlich die Gewinner bekannt gegeben und obwohl wir keineswegs zu hoffen wagten, wurden wir Landessieger!

Den nächsten Tag mit der Preisverleihung und der Präsentation unserer Arbeiten für die Besucher konnten wir kaum erwarten. Viel zu schnell war dieser Höhenpunkt des Wochenendes vorbei und wir können nur sagen, „Jufo war toll“!!!

Wir empfehlen allen, die noch nicht an Jufo teilgenommen haben mitzumachen, denn das Essen ist gut, der Service auch und das Gefühl, dass sich die Arbeit von sieben Monaten gelohnt hat, ist unbezahlbar.

Georg Veile

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